Sonntag, 21. Dezember 2014

Yummi Christbaumkugeln *-* (A.)

Hallihallo und herzlich willkommen in unserer Familie, lieber Hund. Jap, ihr habt richtig gelesen, ein Hund. Vor drei Wochen machten wir uns an einem Donnerstagabend auf, Richtung Canterbury. Mission: Hund besichtigen. Beim DogsTrust angekommen, wurde uns der mögliche Familienzuwachs zum kennenlernen und Gassi gehen überreicht. Nach einer halben Stunde voller "Mummy pleeeeeeeeeeease, pleeeeeeeeease can we have him he's soooooo CUTE" wurde der Hund als gut befunden und der Papierkram erledigt. Eine Woche später, an einem Samstag wurde er dann von Canterbury in unser Städtchen chauffiert. Dylan, ein Labrador-Irgendwas-Mix, sollte uns von nun an nicht mehr ruhen lassen.
Ok, das ist eeetwas übertrieben, da er sich teilweise doch auch ganz gut benimmt ("He's nice, most of the time. Sometimes he's a troublemaker."). Gleich am darauffolgenden Montag wurde ich mit ihm für 3 Stunden allein gelassen,da meine Gastmutter an ihrem freien Tag zum Frisör musste (seit wann kann amn denn beim Frisör richtig gut shoppen gehen?). Bevor sie jedoch das Haus verließ fragte ich, was ich mit em Hund machen sollte, während ich dusche. Ach, das sei alles kein Problem, den kann ich einfach unten rumlaufen lassen.Gesagt getan, ich ab nach oben, Hund unten geblieben. Als ich nach einer halben Stunde wieder nach unten kam, fand ich im Esszimmer um die 5 zerknabberte Kulis, einen zerstörten Adventskalender und ein paar angebissene Weihnachtskarten. Soviel zu 'kein Problem'. Als erstes hab ich den Hund aus dem Zimmer verscheucht, um dann das Durcheinander aufzuräumen. Nachdem dies erledigt war, rannte der Hund noch dreimal ins Esszimmer, um noch mehr Stifte zu zerstören (um die Stifte tat es mir nicht Leid, davon hatten wir sowieso viel zu viele, aber ich dachte mir, dass Schokolade und Plastik nicht allzu gessund sein können). Als meine Gastmutter dann wiederkam, erzählte ich ihr erstmal was passiert war. Anstatt auch nur ansatzweise entsetzt zu sein fand sie es sogar lustig. Verwirrung meinerseits. Den Rest des Tages benahm sich Dylan halbwegs.
Jetzt ist er seit zwei Wochen hier und hat nach den Kulis und dem Adventskalender and diesem Montag nur noch folgendes zertsört:
- einen weiteren Adventskalender
- einen halben Schokohasen
- zwei Christbaumkugeln
- ein Spielzeug (dies war ihm allerdings gestattet)
- noch mehr Stifte
Ansonsten klaut er, wie wohl viele Hunde, gerne Schuhe. Blöd, dass die bei uns schön in einem für ihn gut zu erreichenden Schrank stehen. Die Boxen mit den Schuhe darin, zieht er mit Vorliebe heraus und trägt seine Trophäe durchs Haus. Ihm diesen Schuh dann wieder abzunehmen war bis vor drei Tagen noch ein regelrechtes Kunststück. Seit wir allerdings einr mit Wasser gefüllte Sprühflasche besitzen, hat sich das geändert. Schon der Anblick dieser Flasche veranlasst Dylan dazu, ans andere Ende des Raumes zu rennen und alles stehen unnd liegen zu lassen. Was so ein bisschen Wasser doch bezweckt. Man sieht die beiden Mädels jetzt auch nur noch mit dieser Sprühflasche durchs Haus wandern.
Von den Fähigkeiten meiner Gasteltern einem Hund wirklich etwas beizubringen, oder allgemein Entscheidungen bezüglich des Hundes zu treffen zweifle ich allerdings noch sehr.

Im Januar heißt es dann für mich, dass ich morgens nicht länger als 2 Stunden außer Haus sein kann, da ich den Hund beaufsichtigen muss. Das bedeutet auch, dass ich nicht in meinem Bett chillen kann, sondern mit der Couch zufrieden sein muss. Meeeh. Mein Gastvater hat mir aber wämstens empfohlen 'The Inbetweeners' mit dem Hündchen zu schauen. Mal gespannt wie sich der Januar so entwickelt.



Da dies der wohl meinerseits letzte Blogpost für dieses Jahr sein wird, wünsche ich allen, die das hier so lesen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Meow, Angelina xx

Freitag, 19. Dezember 2014

Au-Pair Alltag ahoi! (L.)

Kaum zu glauben, aber jetzt bin ich auch schon wieder fast einen ganzen Monat hier auf der Insel und definitiv wieder voll im Au-Pair Leben drin!
Zunächst einmal, mir geht´s gut in meiner neuen Familie. Sie sind herzlich, lieb, aufgeschlossen und zur Hälfte Deutsch, was vorallem bei Gesprächen mit meinem Hostdad, dem deutschen Teil der Familie, zu äußerst interessanten denglischen Satzgebilden führt ("Alles klar Luise? I´m fine and I had a nice day. Wie war deiner?).
Auch meine Hostmum kann, wie ich allerdings erst vor zwei Wochen herausfand, perfekt Deutsch. Mein Gesichtsausdruck, als ich diese Tatsache realisierte war besonders für meine Hostkinder sehr amüsant, da ich buchstäblich meinen Mund nicht mehr zu bekam. Es rief irgendein deutscher Verwandter an um zu fragen, was sich die Kinder zu Weihnachten wünschen würden... Tja, und da meine Hostmum die Floskel "da ist jemand ganz heiß drauf" verwendete, kam ich zu dem Schluss, dass sie mehr Deutsch kann, als sie vor mir zugeben wollte. Ihren britschen Akzent bekommt sie aber nicht weg, was das ganze noch viel cooler macht. Ebenfalls eine für mich verwirrende Situation, weil ich dann nie weiß, ob von mir eine englische oder deutsche Antwort erwartet wird, war als, ich mit einem der Kinden in der Küche saß und meine Hostmum munter am rumfuhrwerken war. Auf einmal kommt nur der Satz "Was treiben die da oben eigentlich?" aus ihrem Mund. Ich gab darauf hin nur ein verwirrtes "I don´t know" zurück.
Trotzdem merke ich an dieser Stelle an, dass ich mit meiner Hostmum nur Englisch spreche und mit meinem Hostdad auch, wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass er gerne mit mir Deutsch redet, da er immer derjenige ist, der einen kurzen Ausflug ins Deutsche startet.
Nun aber zu den Kindern. Ein Mädchen und Junge; der sogenannte Klassiker. Wiederrum nicht klassisch, das Mädchen sitzt im Rollstuhl, da sie Spastiken an Beinen, wie auch Armen hat. Dies bedeutet für mich, ein paar special Aufgaben und special Dinge, die gemacht und beachtet werden müssen mehr, als sonst. Alles kein Problem, da sie mir mit Vorliebe auch sagt, was ich zu tun habe (sie ist elf, ich schiebe manche Verhaltensweisen ganze gerne auf die Vorpubertät). Ein Beispiel ist, dass ich für sie ihre Hausaufgaben schreibe, während sie mir diktiert.
Desweiteren liebt sie Bücher über alles und kann einen wirklich eeeeeewig mit irgendwelchen Analysen dazu bequatschen, was ich teilweise wirklich bewundere, was sie mit ihren elf Jahren schon alles interpretiert (und auch richtig interpretiert!). Außerdem ist sie eine kleine Partymaus und liebt es zu lauter Musik mitzugrölen; sie kann zu jedem halbwegs bekannten Lied die Lyrics...
Der Junge ist neun Jahre alt und wie aus einem Bilderbuch entsprungen; kann nicht stillsitzen und hüpft mit Vorliebe in einer Lautstärke durchs Haus, dass man immer genau weiß, was er jetzt gerade wieder tut. Ausnahme: Ipad-Time. Die ruhigste Halbestunde des Tages. Er liebt Fußball über alles und ist fest davon überzeugt, dass ein Mädchen niemals ein guter Keeper sein kann (beweise ich ihm in den nächsten Tagen das Gegenteil). Einziges Manko seiner Fußballpassion: Er liebt den FC Bayern München... Diese Liebe ist leider schon so heftig ausgeprägt, dass ich daran nichts mehr ändern kann (er würde mich töten, wenn ich ihm seine heißgeliebte Bayern Kappe wegnehmen würde). Neben der Ipad-Time ist seine liebste Zeit die Cat-Time. Er liebt es eine Katze zu spielen und sich an mich ranzukuscheln und zu miauen, was ich erstens aufgrund des "Meows" sehr cool finde und zweitens es einfach mega goldig finde, wenn er mit einem knuddelt.
Auch mit den Kindern wird nur Englisch gesprochen, da sie beide auch nur Broken Deutsch verstehen und auch sprechen. Die Lieblingsfloskeln des Jungen: "Herr schmeiß Hirn vom Himmel", "Schenkelklopfer" und "Riesengroßer Dummvogel".
Ansonsten ist hier alles schon Alltag und man lebt für die Wochenenden, wo dann wieder Action ist, wie beispielsweise am 6. Dezember, wo wir Besucher des Jingle Bell Balls in der O2 Arena waren und unter anderem OneRepublic und Olly Murs live bestaunen durften.

Natürlich kam auch unsere nicht vorhandene fotogene Ausstrahlung wieder perfekt zur Geltung



Tja, auch Weihnachten wird dann mal England verbracht... Zur Zeit fahren irgendwie alle anderen Au-Pair Friends heim, was dann doch etwas seltsam ist, aber an Silvester sieht man den Großteil dann ja wieder (mit wieviel Erinnerung an das Wiedersehen an New Years Eve, man dann tatsählich aufwachen wird? Bericht folgt) und eine Person aus Deutschland bleibt mir ja doch noch, die über Weihnachten ebenfalls hier bleibt (einen Versuch wer das wohl sein könnte).

Merry Christmas and a Happy New Year!

Meow, Luise xx

Montag, 1. Dezember 2014

Geburtstagsfeier und Hundi (A.)

Dezeeeeeember*-* Das heißt Adventskalender, ergo  Schoki jeden Tag (als hätte ich das nicht so auch schon).
Danke Mama :)

Jetzt mal zu meinem gestrigen Erlebnis. Wie (denke ich) jedes Au Pair habe auch ich Samstags und Sonntags frei, was auch immer bitter nötig ist. Gestern wurde ich allerdings gebeten hier zu bleiben, da am Dienstag mein eines Hostkid (R.) Geburtstag hatte und gestern mit der Familie gefeiert hat. Das heißt 24 Leute, darunter 8 Kinder im Alter von 1-10 und 2 Hunde. Einziges Problem: unser Haus ist für solch ausgedehnte Feiern einfach zu klein und die sieben Stühle reichen einfach nicht. Aber ganz flexibel hat sich die ganze Familie im Wohnzimmer auf Sofa, Stühle und Boden gepflanzt. So wurde dann auch gegessen. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass mir weder die Lasagne auf den cremefarbenen Teppich fällt, noch die Hunde sie mir klauen. Im Allgemeinen war der Geburtstag für mich nervig und anstrengend. Anstrengend, weil ich hunderttausend neue Leute kennengelernt habe und nervig, weil ich 6 Stunden lang auf einem Stuhl saß. Was soll man auch als Au Pair groß bei einem "family get together" sagen. Also lieber warten bis sich jemand erbarmt und mit einem redet, was aber dann auch nicht lang anhält.
Jedenfalls war ich um sieben dann doch ganz froh, als dann auch der letzte Gast gegangen war und ich endlich in mein Zimmer abzischen konnte, um doch noch etwas Zeit für mich zu haben. Hach diese Ruhe *-*
Aber schwuppdiwupp ist schon wieder Montag. Wobei Montage ziemlich entspannt sind, da die Kinder nach der Schule nicht lange zuhause sind, weil sie beide irgendwelche Clubs haben. Das heißt für mich: früher Feierabend *insert heart eye emoji*.

Wie ich möglicherweise schon einmal erwähnt habe (oder auch nicht, ich weiß nicht was ich auf diesem Blog bisher so alles gelabert hab) liebt die jüngere meiner Mädels Hunde. Bisher musste sie sich aber immer mit Stoffhunden oder der Töle der Oma zufriedengeben. Letzten Donnerstag war es dann aber soweit. Wir sind nach Canterbury gefahren, um einen Hund anzuschauen. Nachdem dieser für gut befunden wurde, klärte meine Hostmum den Papierkram und nächsten Samstag zieht Dylan, ein Labrador- Irgendwas-Mix bei uns ein. Da bin ich mal gespannt wie das wird. Mein Hostdad fände es ja toll, wenn der Hund bei der kleinen im Bett schlafen würde (?!why). Die Hundeschule muss der Hund (10 Moante alt, braucht noch einiges an Training) nicht besuchen, ein Hundetrainingbuch tuts auch.
Das wird bestimmt eine sehr interesante Zeit.
Aber wie sagt man als Au Pair so schön: "Das ist alles bald nicht mehr mein Problem."

Meow, Angelina xx

Donnerstag, 6. November 2014

Alles auf Anfang (L.)

Das, wovor jedes AuPair Angst hat ist wohl das Rematch; also ein Familienwechsel, der  aus welchen Gründen auch immer beschlossen wird. Ich bin ehrlich, auch ich hatte Angst davor... und jetzt darf ich mich zu der Gruppe der Neuanfänger zählen, denn mir blieb das Rematch (leider) nicht erspart. Ich werde meinen letzten Monat hier so kurz und objektiv wie möglich zusammenfassen (Objektiv deswegen, weil ich nicht die Bild bin. Meinungen sollen selbst gebildet werden).
Am 3. Oktober kam meine Hostmum auf mich zu und meinte, ich sollte mir über das Wochenende überlegen, die Familie zu wechseln. Ihre Gründe: Sie würde keine Beziehung zwischen mir und den Kindern sehen.
Ich bat sie auch mit den Kindern zu reden und verbrachte das komplette Wochenende außer Haus.
Am 5. Oktober, einem Sonntagabend, gab es erneut ein Gespräch. Meine (inzwischen Ex-)Hostmum hatte mit den Kindern geredet, die ganz klar der Meinung waren, dass eine Beziehung zwischen ihnen und mir bestehen würde. Trotzdem war meine Ex-Hostmum weiterhin der Meinung, dass es besser wäre, wenn ich gehen würde. Diesmal der Grund: Die Mischung würde einfach nicht passen.
Im Prinzip war schon am Freitag beschlossen worden, dass ich die Familie verlassen werde, da am Montag der Opa anreiste (Flüge von Holland nach England muss man ja auch buchen, oder?). Man war der Meinung, ich würde mit meinen Aufgaben nicht fertig werden, deswegen der Opa. Er sollte mich unterstützen. Dass mir wirklich die komplette Basis an Vertrauen entzogen worden war, merkte ich dann am Montagabend, als ein Kontrollanruf des Vaters an den Opa kam, in dem er fragte, ob ich auch alle meine Aufgaben erledigt hätte.
Da reichte es mir. Am Mittwoch, den 7. Oktober verließ ich die Familie. Der Abschied von den Kindern fiel mir schwer. Er wurde auch nicht dadurch erleichtert, dass sich eines der Mädchen an mich hängte und meinte: "Pandas können sich bis zu drei Stunden umarmen, wenn sie sich lieb haben... Ich bin jetzt ein Panda.".
Ich zog bei Angelina ein. Zu Anfang noch voller Hoffnung, dass meine Agentur eine andere Familie für mich finden würde war es ziemlich cool sich ein Zimmer zu teilen. Aber naja, die Agentur ist eben ein ziemlicher Sch**ß und bekam es nicht auf die Reihe mich an gute Familien zu vermittlen. Somit begann ich auch selbst nach Familien zu suchen.
Nach zweieinhalb Wochen mit Angi unter einem Dach (bzw. in einem Zimmer) ging es nach Hampton zu Milena, ein anderes AuPair. Hier blieb ich eine Woche und hier hatte ich auch endlich Erfolg! Ich besuchte eine Familie in Richmond, die ich durch eigenes Suchen ausfindig gemacht hatte. Und yes, bei dieser Famlie werde ich ab Ende November als AuPair sein! Nach dreieinhalb Wochen war die Erleichterung unendlich groß, dass ich eine neue Familie gefunden hatte!
Jetzt bin ich gerade in Deutschland und fiebere meinem Flug am 22. Novemeber zurück nach London entegegen!

Abschließend:
Danke Milena und ihrer Famlie für mein einwöchiges Zuhause! Milena, es war echt lustig mit dir und vorallem deinem Insidergelaber über alle möglichen Twitteraktivitäten zu lauschen ;) Can´t wait to see you again!

Danke an Angelinas Hostfamilie für die zweinhalb Wochen Unterkunft (auch, wenn sie das niemals lesen werden)!

Das größte Dankeschön geht an Ang... Danke dafür, dass du mich über zwei Wochen in deinem Zimmer geduldet hast, mich in jeder Lebenslage ertragen hast, meine beste Freundin bist und auch sonst immer da warst! Ich hätte nirgendwo anders sein wollen. Hab dich lieb <3 xx

Und wer sich jetzt fragt, was das wohl für eine neue Familie ist, der muss wohl ebenfalls mitfiebern bis ich wieder in London bin. Ich melde mich nach meiner Ankunft dann wieder, Cheers!

Meow, Luise xx





Montag, 3. November 2014

Time flies (A.)

Uiuiui. Seit über zwei Monaten lebe ich jetzt schon hier auf der Insel und kann sogar schon richtig gut mit dem Kleingeld umgehen, weshalb ich auch stets schön damit Kaffee kaufe. Wenn sich dann doch mal zu viel im Geldbeutel ansammelt, wird eben ein Zugticket mit 5 und 10-20 Pence bezahlt. Der Automat beschwert sich ja nicht über Kleingeld. Apropos Geld. Wieso zum toten Geier muss hier eigentlich alle so schrecklich teuer sein? Eine 250ml Flasche Ketchup für 2,25! Hallo?! Meine Privateinkäufe habe ich daher in den Lidl verlegt, da man dort recht preisgünstig ungesunde Dinge kaufen kann. Die andere Option sind der 99p Shop oder Poundland. Alles für ein Pfund oder weniger*-* da fühlt man sich direkt wie im Himmel, die haben nämlich auch die beste Schokolade auf Erden (Cadbury Dairy Milk Oreo Chocolate). Yummie in my tummie kann ich da nur sagen. Wo wir dann gerade beim Essen sind, vom englischen Brot bin ich noch immer nicht begeistert. Aber letzte Woche hatte ich Besuch von Mami und Omi und ich hab gefühlte 100kg deutsches Essen bekommen (Brot, Chips, Lebkuchen, Schokomandeln,...). Es war echt eine Wohltat einfach mal wieder Sachen zu essen, die man gewohnt ist. Und das kann man sogar OHNE Ofen zubereiten. Ja halleluja, das glaubt einem ja kein Engländer. Unser Ofen ging nämlich letzte Woche kaputt und meine Hostmum war ganz entsetzt und hat mich gefragt, wie wir denn gekocht hätten, so ganz ohne Ofen. Tja, surprise sag ich da. Bin mal gespannt was ich diese Woche auftischen darf. Bestimmt gibt's jetzt Nudeln bis wir 'nen neuen Ofen haben. Wohooo.


 Ich wurde soeben während des Schreibens von meinem einen Gastkind in meinem Zimmer besucht. Ihre Reise führte sie zu meinem Schrank, den sie erstmal öffnete:"These are the clothes you wear eeeevery morning. Wow. Oh and what's in here? *öffnet alle Schubladen* Aha. Oh! Scarves. I like it when we play with my dog. *leaves*."



Meow, Angelina xx

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Die Dusche. (A.)

Duschen, am liebsten lang und warm. All diese Wünsche werden mir hier erfüllt und das sogar in einer richtig coolen Dusche. Das einzige Problem: Sie befindet sich im Badezimmer der Eltern, was nur durch einen Marsch durch deren Gemach zu erreichen ist. Soweit eigentlich auch kein Problem wenn die Eltern bei der Arbeit sind. Allerdings ist es nicht fördernd, wenn der Herr des Hauses eine Woche lang 'late days' hat. Das bedeutet nämlich, dass er bis halb zehn schläft, ergo ich kann nicht einfach durch sein Zimmer spazieren. Aber ok, warte ich eben bis er sich erhebt und nach unten begibt. Als genau das geschieht, klopft es an der Tür und ein Mensch, der an irgendwas rumschrauben muss kommt herein. Um seine Arbeit zu erledigen muss er allerdings das Wasser abstellen. Super. Ganz tolle Idee. Wieso wird denn sowas nicht vorher angekündigt? Ich habe meine Zeit letztendlich damit verbracht, in meinem Zimmer zu sitzen und darauf zu warten, dass das Wasser wieder fließt, was bis ca 14 Uhr gedauert hat...
Man könnt sich auch fragen, wieso ich nicht einfach die Dusche im anderen Bad benutze. Well, mir wurde bei meiner Ankunft sofort mitgeteilt, dass diese Dusche nicht richtig funktioniert und nur tropft. Toll für mich. Wäre nämlich praktisch eine Dusche zu haben, die ich ohne Reise durchs gastelterliche Schlafzimmer erreichen kann. Vor allem am Wochenende käme mir das gelegen, wenn alle ihren 'lie-in' haben, also ewig mit Tee im Bett chillen.
Ganz nach dem Motto 'selbst ist das Au Pair' habe ich mich eines einsamen Morgens mit der angeblich nicht funktionierenden Dusche beschäftigt und siehe da, SIE HAT GANZ NORMAL FUNKTIONIERT! Ja Himmel, A**** und Zwirn. Was hat der mir denn da bitte erzählt? Nix war mit 'die tropft nur'. Die Dusche funktionierte einwandfrei. Ich hab also mal meine Gastmama gefragt, was denn nun mit der Dusche sei. 'Ich benutz die auch immer, die funktioniert super, mein Mann übertreibt immer. Männer. Nur weil die andere Dusche anders ist...'
Mein Duschproblem hat sich hiermit also auch erledigt. Ein Jahr lang wäre mir das echt zu anstrengend geworden.


Meow, Angelina xx

Dienstag, 30. September 2014

Familienzuwachs á la Turtle (L.)

Sieben Leute in einem Haushalt und nun endlich das erste „Pet“! Eine hammermäßige Wasserschildkröte. Aber von Anfang an.
Sonntagmorgen 8:00h. Ich, noch relativ fertig vom vortägigen Brightontrip, lümmelte noch in meinem Bett herum, als es an meiner Tür klopfte (sind wir ehrlich: es bummte und das nicht nur einmal). Luise total verpennt und natürlich im Schlafanzug, öffnete die Tür und findet die beiden kleinen Twins kichernd auf dem Boden vor... ob ich denn kurz Zeit hätte, fragten sie total überdreht. Die Frage erübrigte sich, da mich beide schon am rechten und linken Arm gepackt hatten. Also gut, ein Stockwerk nach unten in das Zimmer der beiden und hoffen, dass dich nicht die ganze Familie in dem Aufzug sieht, dachte ich mir. Wie es nicht anders sein durfte, kam mir selbstverständlich die ganze Family über den Weg gelaufen mit einem „Morning, did you sleep well?“. Soweit so gut.
Dann im Zimmer der beiden, die neue Eroberung... der ultimative fish tank für die neue water turtle. Wow! Dafür der ganze morgige Aufwand. Ich hatte mit etwas coolerem gerechnet, aber bloß nichts anmerken lassen! Natürlich musste ich noch meine Meinung für den passenden Namen des Neuzuwachses abgeben (ehrlich gesagt, keine Ahnung welche zwei Namen ich dann aus den ca. 40 zur Auswahl stehenden wählte). So, soweit zum morgigen Erlebnis. Am Abend, als ich nachhause kam, war das erste was ich daheim vernahm nach meinem obligatorischen Ruf „Hey guys!“ durchs Haus, ein „OHHHH MY GOSH! LUUU!“. Teil Zwei der Vorführung begann... Sandy, unser neues Familienmitglied war im Laufe des Tages eingezogen und wurde mir selbstverständlich gleichmal eine halbe Stunde lang vorgeführt... echt spannend so einer Schildkröte beim Schwimmen und Luft holen zu zusehen. Aber auch hier war die bessere Lösung, alles klaglos hinzunehmen und die üblichen Wow-Laute und „Amazing!“ - Kommentare rauszuhauen.
Wie oben erwähnt wurde die Superturtle auf den Namen Sandy getauft; dumm ist allerdings nur, dass sich die beiden Kleinen nicht einigen können, ob Sandy jetzt ein Junge oder ein Mädchen ist. Damit ist der nächste große Streit in den nächsten Wochen vorprogrammiert, was wiederrum eine große Freude meinerseits hervorruft, da ich mir eine Lösung aus den Fingern saugen darf, wie man dieses Problem nun lösen darf.
Sehr witzig zu beobachten ist allerdings das Phänomen, wie die Kids versuchen den Musikgeschmack von Sandy zu ermitteln. Tanzt es (wegen Mangel des Geschlechtes, bediene ich mich am Neutrum), was so viel heißt, dass Sandy rumschwimmt, mag es das Lied. Bisher scheint die kleine Turtle allerdings nicht auf die Favos meiner Kids zu stehen (Little Mix, Ellie Goulding, Pharell Williams und so weiter), sondern zum großen Entsetzen aller (inklusive mir!) auf OneDirection... Jetzt hoffen alle, dass es nicht auch noch ein Belieber ist.
Unsere Mission seit gestern Abend lautet also, eine/n „Gouldinger“ aus ihr/m zu machen! Ich für meinen Teil allerdings hoffe, dass diese Mission die beiden von der dauerhaften Diskussion, des Geschlechtes ablenkt. Cheers!

Meow, Luise