Montag, 30. März 2015

Flashback (L.)

BOOM! Ja, auch mich gibt es auf wundersame Weise noch. Ich weiß, es ist eine Schande, dass ich seit gut drei Monaten das letzte Mal geschrieben habe. Deswegen, einen kleinen Flashback!
What´s happened?
Zuerst einmal ist jobtechnisch alles supi hier. Abgesehen von den gelegentlichen Stimmungsschwankungen meiner Gastanne (türkisch 'Anne'= Mutter aka Gastmutter. Unser vierköpfiges Squad führte diesen Begriff ein, wir nennen seitdem alle unsere Hostmums nur noch so), die wirklich anstrengend sein können, weil man ihr besser nur in guter Laune begegnen sollte, da es sonst sein kann, dass man unangenehm von der Seite angekackt wird. Nichts, womit ich nicht fertig werden könnte. Die Kinder mögen mich aber nach wie vor und wir haben neben gelegentlichen Auseinandersetzungen (vollkommen normal), auch echt Spaß. Den berühmten Satz "Du kannst ja nichtmal richtig reden", den wohl jedes AuPair einmal gedrückt bekommt, bekam ich auch schon, aber mit den Worten "Tja, ich kann aber wenigstens eine Fremdsprache. Du bist Halbdeutsch und kannst rein gar nichts auf Deutsch sagen" war die Sache dann aber auch wieder gegessen. Wobei erwähnt werden muss, dass Englisch inzwischen einfach dazugehört und ich wirkliche Verbesserungen merke (an denen in den nächsten Monaten auch Netflix seinen Anteil haben wird). Apropo gegessen. Auch äußert interessant war die Aufklärungsstunde, die ICH von einer elfjährigen bekam... Mitten beim Abendessen. Nur soviel: Es gibt angenehmeres, als sich mit Kindern über die Natur des menschlichen Körpers zu unterhalten insbesondere dann, wenn der neunjährige Knirps dabei sitzt und dauerhaft Dinge wie "I'm so sexy, sexy" ablässt. Ansonsten entwickelt sich nunmal auch im AuPair Leben ein regelrechter Alltagstrott, den man lernt routiniert abzuarbeiten. Die Highlights erfolgen dann am Wochenende. Hier eine kleine Kollektion daraus.


                                Harry Potter Studio Tour 
Mir blieb bei diesem Anblick der Mund offen stehen
 Ende Januar erfüllte ich mir meinen absoluten Kindheitstraum; ich besuchte die Warner Bros. Harry Potter Studios! Mir fehlen bis heute die richtigen Worte für diesen Tag... Ich werde es auch überhaupt nicht weiter versuchen nach ihnen zu suchen. Überzeugt euch selbst von dieser zauberhaften Welt (ja, es ist wirklich eine eigene Welt) und lasst euch gesagt sein, es ist lohnenswert!

Meine Begleitung, die beiden Verrückten von hier (Meike, ich und Milena)

 Auch, wenn man nicht der Hyperfan schlechthin ist. Ich, als ein wahrer Potterhead, musste bei gewissen Anblicken (ich werde hier bewusst nicht viele Fotos einfügen) die einem dort geboten worden mit den Tränen kämpfen.

Diese unfassbaren Details, die einem überall auffalen sind überwältigend!




Tja, und so sieht es dann aus, wenn Luise nach über vier Stunden einen ihrer besten Tage ihres Lebens erleben durfte: Ganz schön hässliche Frisur und glücklich grinsend mit neuer Gryffindor Schal Errungenschaft :)

                                            
                                              Oxford

Auch einen Tagestrip nach Oxford lässt sich in gleicher Gruppenformation, wie am Harry Potter Day vorweisen. Ende Februar wagten wir uns in die Elitestadt Englands überhaupt. Um ehrlich zu sein: Genauso elitär öde war´s dann auch. Gerettet hat den Tag das Oxford Castle, ein ehemaliges Gefängnis der übleren Sorte, das seit der Schließung 1996 zum Museum umfunktioniert wurde.

                                    Wie man sieht hatten wir natürlich trotzdem unseren Spaß



                                         Bournemouth

Diese Stadt (ich weiß bis heute nicht, wie man es richtig ausspricht. Wir nannten sie kurzerhand Pommes) liegt etwa 2 1/2 Zugstunden von London entfernt am Rande von Cornwall, mit wunderschönem Meerblick! Am letzten Februarwochenende machte ich mich freitags nach Pommes auf um dort Nicole, ein anderes AuPair von hier, und ihre Gastfamilie zu treffen, die mich eingeladen hatten über eine Nacht zu kommen. Den Samstag verbrachten wir dann mit Herumschlendern, Besichtung eines Aquiariums oder einfach nur am Strand sitzend, den Ausblick aus Meer genießend bis es abends Zeit wurde die Heimreise anzutreten.


Dieser Hammerausblick bot sich uns am Freitagabend... allein deswegen schon, ein gelungener Trip!


Und das Beste: Seit dem 1. März ist Angi nun auch meine Nachbarin! Ich holte sie am besagten Tag vom Flughafen ab.


Ich war sogar ganz süß! (Percy ist btw ihr Kuscheltier)
Ihre erste Nachricht nach ihrer Ankunft im neuen Zuhause lautete nur: "Jap, unsere Zimmer liegen wirklich direkt nebeneinander."... Nun können wir uns sogar noch gelegentlich durch die Wände hören. Näher wäre nur noch ein Loch durch die Wand (welches wir vor allem abends schmerzlich vermissen, wenn man wieder rübereiern muss ins eigene Zimmer).
Naja, ich finds nach wie vor richtig geilomat die beste Freundin als Nachbarin zu haben, das macht das Auslandsjahr wirklich noch um Längen genialer!

Am ersten Aprilwochenende fahren wir dann zusammen nach Liverpool; vielleicht schaffen wir es ja danach mal wieder einen zeitnahen und vor allem gemeinsamen Blogpost zu schreiben... die Vorrausetzungen sind ja optimal gegeben, so als Nachbarn.

Nächstes Mal gibt´s auf jeden Fall nicht so eine lange Wartezeit zwischen meinen eigenen Posts, Pinky Promise!
Luise xxx

Dienstag, 3. März 2015

Nochmal von vorne (A.)

Wir leben noch. Unglaublich, aber wahr. In der letzten Zeit hat sich allerdings ein bisschen was verändert. Nachdem ich schon länger darüber nachgedacht habe, habe ich mich Mitte Januar dazu entschieden, meine Gastfamilie zu verlassen, um hoffentlich die letzten Moate alss Au Pair in London verbringen zu können. Mit meiner Gastfamilie hatte ich keine Probleme, meine Entscheidung habe ich ur wegen der Wohnlage getroffen. Um von Tonbridge nach London zu kommen musste ich 25 Minuten zum Bahnhof laufen und 45-60 Minuten mit dem Zug fahren. Dazu kam, dass das ganze sehr kostspielig war. Ich habe also nach langem überlegen meiner Gastfamilie gesagt, dass ich gerne die Familie wechseln möchte. Meine Gasteltern haben sehr viel Verständnis gezeigt und mich bei meiner Entscheidung unterstützt. Es ging also die Suche nach einer neuen Familie los: smartaupairs benachrichtigen, Profil bei AuPairWorld einrichten und das Internet nach suchenden Familien durchkämmen. Ich hatte jetzt zwei Wochen Zeit um was neues zu finden. Nach unter einer Woche hatte meine Gastfamilie schon ein neues Au Pair gefunden, was micht doch etwas stresste. Montags habe ich ihnen von meiner Entscheidung berichtet und am übernächsten Samstag musste ich schon  weg sein. Ich war mit vielen Familien in Kontakt, aber was passendes hatte ich bis dahin noch nicht gefunden. Freitags ging es dann für mich erstmal nach London zu Lulu, wo ich dann 1 1/2 Wochen untergekommen bin (könnte euch mööööglicherweise bekannt vorkommen :D). Während dieser Zeit ging meine Suche natürlich weiter, bis Lulus Gastmutter mit der Nachricht, dass ihre Nachbarin ein neues Au Pair sucht ankam. Ich natürlich gleich rüber und bisschen geredet. Nach ca. einer Woche bekam ich dann die Nachricht, dass sie mich gerne als Au Pair aufnehmen würden. Ich hatte nun die Wahl zwischen zwei Familien im gleichen Ort. Die einen waren allerdings deutsch-spanisch,was ich nicht so prickelnd fand, da ich ja hier bin um mein Englisch zu verbessern. Letztendlich habe ich mich dann für die englische Familie entschieden. Dort konnte ich allerdings erst am 1. März anfangen, was hieß, dass ich meinen geplanten Heimataufenthalt vom 11.-18.2. bis zum 1.3. verlänger musste. Das war aber letztendlich gut, da die erste Woche komplett für Fasching verbucht war. Es war wirklich toll nach fünf Monaten in England endlich einmal wieder zuhause zu sein.
Mami hat sich mal wieder mit der Produktion von ziemlich coolen und aufwändigen Kostümen beschäftigt



Am 1. März ging es dann für mich wieder nach England. Fahrt zum Flugfahen, Check-In usw. lief alles gut. Als dann alle im Flugzeug saßen und das Boarding soga früher beendet war, hieß es, dass wir noch 25 Minuten warten müssen, da das Wetter in London schlecht sei. Als wir dann mit Verspätung in London ankamen, war das Wetter richtig gut, Sonnenschein und so. Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass es auch schon zwei Stunden vorher so war, aber gut wollen wir mal nichts sagen.
Als ich dann abends bei meiner neuen Gastfamilie ankam ließ ich erstmal mein Gepäck nach oben bringen, hier gibts nämlich genügend Männer im Haus. In meinem Zimmer angekommen (das ist übrigens doppelt so groß wie mein altes) stellte ich fest, dass Lulus Zimmer direkt neben mir ist. Das bedeutet, dass wenn eine von uns an die Wand klopft die andere das laut und deutchlich hören kann. Ganz zu Beginn hatten wir gehofft vielleicht so im gleichen Gebiet zu landen, was dann ja leider nicht der Fall war. Umso besser, dass wir jetzt Nachbarn sind, das macht alles viel einfacher (und das soll uns erstmal jemand nachmachen^^). 
Momentan bin ich noch in der Eingewöhnungsphase und hoffe, dass das alles so ganz klappt. Die Organisation wie mein Hostkind nach der Schule nach Hause kommt liegt nämlich bei mir, was mir etwas Angst macht. Die Schule ist zu weit weg, um jeden Tag mit dem Bus dort hin zu fahren, was heißt, dass sie von anderen Müttern mitgenommen wird und ich sie immer an anderen Orten abholen muss. Ich werde jeden Tag froh sein wenn das alles geklappt hat.
Desweiteren ist es auch meine Aufgabe dieses nicht kleine Haus zu putzen. Heute habe ich in der Küche angefangen. Mit der Aussage meiner Gastmutter, dass das Vorgängeraupair super im Putzen war hatte ich eine blitzeblanke Küche erwartet, aber Pustekuchen. Oberflächlich war alles sauber, eben alles was man so ganz einfach erreicht, von Staubsauger mal in die Ecke halten scheint man hier aber nicht so viel zu halten. In jeder Ecke Staub und Spinnweben. Meine Mission wird es die Küche jetzt ein bisschen auf Vordermann zu bringen.

Wie wir ja schon wissen legen die Engländer viel Wert auf gesunde Ernährung. Eine sehr interessante Theorie wurde mir gestern von meiner Gastmutter mitgeteilt. Die Kleine darf keine Süßigkeiten essen, nur Schokolade. Hier der Grund: Schokolade schmilzt, bleibt also nicht an den Zähnen hängen. Bäm. Das haut einen doch um. Ich war etwas irritiert, aber wie man das eben so macht hab ich einfach brav genickt. Mal sehen was ich hier noch alles über gesunde Ernährung lerne. Diese Weisheiten werde ich natürlich hier mitteilen,d amit ihr auch alles brav umsetzen könnt und ein ega gesunden Leben führen könnt, natürlich OHNE Schokolade und Süßigkeiten an euren Beißerchen.

Am Ende würde ich noch gerne folgendes loswerden: danke danke Lulu fürs Beherbergen in diesen 1 1/2 Wochen :) Habibis und so ;) ♥

Meow, Angelina xx

Rechtschreibfehler könnt ihr behalten, ich bin meistens zu faul um das alles nochmal durchzulesen

Sonntag, 21. Dezember 2014

Yummi Christbaumkugeln *-* (A.)

Hallihallo und herzlich willkommen in unserer Familie, lieber Hund. Jap, ihr habt richtig gelesen, ein Hund. Vor drei Wochen machten wir uns an einem Donnerstagabend auf, Richtung Canterbury. Mission: Hund besichtigen. Beim DogsTrust angekommen, wurde uns der mögliche Familienzuwachs zum kennenlernen und Gassi gehen überreicht. Nach einer halben Stunde voller "Mummy pleeeeeeeeeeease, pleeeeeeeeease can we have him he's soooooo CUTE" wurde der Hund als gut befunden und der Papierkram erledigt. Eine Woche später, an einem Samstag wurde er dann von Canterbury in unser Städtchen chauffiert. Dylan, ein Labrador-Irgendwas-Mix, sollte uns von nun an nicht mehr ruhen lassen.
Ok, das ist eeetwas übertrieben, da er sich teilweise doch auch ganz gut benimmt ("He's nice, most of the time. Sometimes he's a troublemaker."). Gleich am darauffolgenden Montag wurde ich mit ihm für 3 Stunden allein gelassen,da meine Gastmutter an ihrem freien Tag zum Frisör musste (seit wann kann amn denn beim Frisör richtig gut shoppen gehen?). Bevor sie jedoch das Haus verließ fragte ich, was ich mit em Hund machen sollte, während ich dusche. Ach, das sei alles kein Problem, den kann ich einfach unten rumlaufen lassen.Gesagt getan, ich ab nach oben, Hund unten geblieben. Als ich nach einer halben Stunde wieder nach unten kam, fand ich im Esszimmer um die 5 zerknabberte Kulis, einen zerstörten Adventskalender und ein paar angebissene Weihnachtskarten. Soviel zu 'kein Problem'. Als erstes hab ich den Hund aus dem Zimmer verscheucht, um dann das Durcheinander aufzuräumen. Nachdem dies erledigt war, rannte der Hund noch dreimal ins Esszimmer, um noch mehr Stifte zu zerstören (um die Stifte tat es mir nicht Leid, davon hatten wir sowieso viel zu viele, aber ich dachte mir, dass Schokolade und Plastik nicht allzu gessund sein können). Als meine Gastmutter dann wiederkam, erzählte ich ihr erstmal was passiert war. Anstatt auch nur ansatzweise entsetzt zu sein fand sie es sogar lustig. Verwirrung meinerseits. Den Rest des Tages benahm sich Dylan halbwegs.
Jetzt ist er seit zwei Wochen hier und hat nach den Kulis und dem Adventskalender and diesem Montag nur noch folgendes zertsört:
- einen weiteren Adventskalender
- einen halben Schokohasen
- zwei Christbaumkugeln
- ein Spielzeug (dies war ihm allerdings gestattet)
- noch mehr Stifte
Ansonsten klaut er, wie wohl viele Hunde, gerne Schuhe. Blöd, dass die bei uns schön in einem für ihn gut zu erreichenden Schrank stehen. Die Boxen mit den Schuhe darin, zieht er mit Vorliebe heraus und trägt seine Trophäe durchs Haus. Ihm diesen Schuh dann wieder abzunehmen war bis vor drei Tagen noch ein regelrechtes Kunststück. Seit wir allerdings einr mit Wasser gefüllte Sprühflasche besitzen, hat sich das geändert. Schon der Anblick dieser Flasche veranlasst Dylan dazu, ans andere Ende des Raumes zu rennen und alles stehen unnd liegen zu lassen. Was so ein bisschen Wasser doch bezweckt. Man sieht die beiden Mädels jetzt auch nur noch mit dieser Sprühflasche durchs Haus wandern.
Von den Fähigkeiten meiner Gasteltern einem Hund wirklich etwas beizubringen, oder allgemein Entscheidungen bezüglich des Hundes zu treffen zweifle ich allerdings noch sehr.

Im Januar heißt es dann für mich, dass ich morgens nicht länger als 2 Stunden außer Haus sein kann, da ich den Hund beaufsichtigen muss. Das bedeutet auch, dass ich nicht in meinem Bett chillen kann, sondern mit der Couch zufrieden sein muss. Meeeh. Mein Gastvater hat mir aber wämstens empfohlen 'The Inbetweeners' mit dem Hündchen zu schauen. Mal gespannt wie sich der Januar so entwickelt.



Da dies der wohl meinerseits letzte Blogpost für dieses Jahr sein wird, wünsche ich allen, die das hier so lesen Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Meow, Angelina xx

Freitag, 19. Dezember 2014

Au-Pair Alltag ahoi! (L.)

Kaum zu glauben, aber jetzt bin ich auch schon wieder fast einen ganzen Monat hier auf der Insel und definitiv wieder voll im Au-Pair Leben drin!
Zunächst einmal, mir geht´s gut in meiner neuen Familie. Sie sind herzlich, lieb, aufgeschlossen und zur Hälfte Deutsch, was vorallem bei Gesprächen mit meinem Hostdad, dem deutschen Teil der Familie, zu äußerst interessanten denglischen Satzgebilden führt ("Alles klar Luise? I´m fine and I had a nice day. Wie war deiner?).
Auch meine Hostmum kann, wie ich allerdings erst vor zwei Wochen herausfand, perfekt Deutsch. Mein Gesichtsausdruck, als ich diese Tatsache realisierte war besonders für meine Hostkinder sehr amüsant, da ich buchstäblich meinen Mund nicht mehr zu bekam. Es rief irgendein deutscher Verwandter an um zu fragen, was sich die Kinder zu Weihnachten wünschen würden... Tja, und da meine Hostmum die Floskel "da ist jemand ganz heiß drauf" verwendete, kam ich zu dem Schluss, dass sie mehr Deutsch kann, als sie vor mir zugeben wollte. Ihren britschen Akzent bekommt sie aber nicht weg, was das ganze noch viel cooler macht. Ebenfalls eine für mich verwirrende Situation, weil ich dann nie weiß, ob von mir eine englische oder deutsche Antwort erwartet wird, war als, ich mit einem der Kinden in der Küche saß und meine Hostmum munter am rumfuhrwerken war. Auf einmal kommt nur der Satz "Was treiben die da oben eigentlich?" aus ihrem Mund. Ich gab darauf hin nur ein verwirrtes "I don´t know" zurück.
Trotzdem merke ich an dieser Stelle an, dass ich mit meiner Hostmum nur Englisch spreche und mit meinem Hostdad auch, wobei ich manchmal das Gefühl habe, dass er gerne mit mir Deutsch redet, da er immer derjenige ist, der einen kurzen Ausflug ins Deutsche startet.
Nun aber zu den Kindern. Ein Mädchen und Junge; der sogenannte Klassiker. Wiederrum nicht klassisch, das Mädchen sitzt im Rollstuhl, da sie Spastiken an Beinen, wie auch Armen hat. Dies bedeutet für mich, ein paar special Aufgaben und special Dinge, die gemacht und beachtet werden müssen mehr, als sonst. Alles kein Problem, da sie mir mit Vorliebe auch sagt, was ich zu tun habe (sie ist elf, ich schiebe manche Verhaltensweisen ganze gerne auf die Vorpubertät). Ein Beispiel ist, dass ich für sie ihre Hausaufgaben schreibe, während sie mir diktiert.
Desweiteren liebt sie Bücher über alles und kann einen wirklich eeeeeewig mit irgendwelchen Analysen dazu bequatschen, was ich teilweise wirklich bewundere, was sie mit ihren elf Jahren schon alles interpretiert (und auch richtig interpretiert!). Außerdem ist sie eine kleine Partymaus und liebt es zu lauter Musik mitzugrölen; sie kann zu jedem halbwegs bekannten Lied die Lyrics...
Der Junge ist neun Jahre alt und wie aus einem Bilderbuch entsprungen; kann nicht stillsitzen und hüpft mit Vorliebe in einer Lautstärke durchs Haus, dass man immer genau weiß, was er jetzt gerade wieder tut. Ausnahme: Ipad-Time. Die ruhigste Halbestunde des Tages. Er liebt Fußball über alles und ist fest davon überzeugt, dass ein Mädchen niemals ein guter Keeper sein kann (beweise ich ihm in den nächsten Tagen das Gegenteil). Einziges Manko seiner Fußballpassion: Er liebt den FC Bayern München... Diese Liebe ist leider schon so heftig ausgeprägt, dass ich daran nichts mehr ändern kann (er würde mich töten, wenn ich ihm seine heißgeliebte Bayern Kappe wegnehmen würde). Neben der Ipad-Time ist seine liebste Zeit die Cat-Time. Er liebt es eine Katze zu spielen und sich an mich ranzukuscheln und zu miauen, was ich erstens aufgrund des "Meows" sehr cool finde und zweitens es einfach mega goldig finde, wenn er mit einem knuddelt.
Auch mit den Kindern wird nur Englisch gesprochen, da sie beide auch nur Broken Deutsch verstehen und auch sprechen. Die Lieblingsfloskeln des Jungen: "Herr schmeiß Hirn vom Himmel", "Schenkelklopfer" und "Riesengroßer Dummvogel".
Ansonsten ist hier alles schon Alltag und man lebt für die Wochenenden, wo dann wieder Action ist, wie beispielsweise am 6. Dezember, wo wir Besucher des Jingle Bell Balls in der O2 Arena waren und unter anderem OneRepublic und Olly Murs live bestaunen durften.

Natürlich kam auch unsere nicht vorhandene fotogene Ausstrahlung wieder perfekt zur Geltung



Tja, auch Weihnachten wird dann mal England verbracht... Zur Zeit fahren irgendwie alle anderen Au-Pair Friends heim, was dann doch etwas seltsam ist, aber an Silvester sieht man den Großteil dann ja wieder (mit wieviel Erinnerung an das Wiedersehen an New Years Eve, man dann tatsählich aufwachen wird? Bericht folgt) und eine Person aus Deutschland bleibt mir ja doch noch, die über Weihnachten ebenfalls hier bleibt (einen Versuch wer das wohl sein könnte).

Merry Christmas and a Happy New Year!

Meow, Luise xx

Montag, 1. Dezember 2014

Geburtstagsfeier und Hundi (A.)

Dezeeeeeember*-* Das heißt Adventskalender, ergo  Schoki jeden Tag (als hätte ich das nicht so auch schon).
Danke Mama :)

Jetzt mal zu meinem gestrigen Erlebnis. Wie (denke ich) jedes Au Pair habe auch ich Samstags und Sonntags frei, was auch immer bitter nötig ist. Gestern wurde ich allerdings gebeten hier zu bleiben, da am Dienstag mein eines Hostkid (R.) Geburtstag hatte und gestern mit der Familie gefeiert hat. Das heißt 24 Leute, darunter 8 Kinder im Alter von 1-10 und 2 Hunde. Einziges Problem: unser Haus ist für solch ausgedehnte Feiern einfach zu klein und die sieben Stühle reichen einfach nicht. Aber ganz flexibel hat sich die ganze Familie im Wohnzimmer auf Sofa, Stühle und Boden gepflanzt. So wurde dann auch gegessen. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass mir weder die Lasagne auf den cremefarbenen Teppich fällt, noch die Hunde sie mir klauen. Im Allgemeinen war der Geburtstag für mich nervig und anstrengend. Anstrengend, weil ich hunderttausend neue Leute kennengelernt habe und nervig, weil ich 6 Stunden lang auf einem Stuhl saß. Was soll man auch als Au Pair groß bei einem "family get together" sagen. Also lieber warten bis sich jemand erbarmt und mit einem redet, was aber dann auch nicht lang anhält.
Jedenfalls war ich um sieben dann doch ganz froh, als dann auch der letzte Gast gegangen war und ich endlich in mein Zimmer abzischen konnte, um doch noch etwas Zeit für mich zu haben. Hach diese Ruhe *-*
Aber schwuppdiwupp ist schon wieder Montag. Wobei Montage ziemlich entspannt sind, da die Kinder nach der Schule nicht lange zuhause sind, weil sie beide irgendwelche Clubs haben. Das heißt für mich: früher Feierabend *insert heart eye emoji*.

Wie ich möglicherweise schon einmal erwähnt habe (oder auch nicht, ich weiß nicht was ich auf diesem Blog bisher so alles gelabert hab) liebt die jüngere meiner Mädels Hunde. Bisher musste sie sich aber immer mit Stoffhunden oder der Töle der Oma zufriedengeben. Letzten Donnerstag war es dann aber soweit. Wir sind nach Canterbury gefahren, um einen Hund anzuschauen. Nachdem dieser für gut befunden wurde, klärte meine Hostmum den Papierkram und nächsten Samstag zieht Dylan, ein Labrador- Irgendwas-Mix bei uns ein. Da bin ich mal gespannt wie das wird. Mein Hostdad fände es ja toll, wenn der Hund bei der kleinen im Bett schlafen würde (?!why). Die Hundeschule muss der Hund (10 Moante alt, braucht noch einiges an Training) nicht besuchen, ein Hundetrainingbuch tuts auch.
Das wird bestimmt eine sehr interesante Zeit.
Aber wie sagt man als Au Pair so schön: "Das ist alles bald nicht mehr mein Problem."

Meow, Angelina xx

Donnerstag, 6. November 2014

Alles auf Anfang (L.)

Das, wovor jedes AuPair Angst hat ist wohl das Rematch; also ein Familienwechsel, der  aus welchen Gründen auch immer beschlossen wird. Ich bin ehrlich, auch ich hatte Angst davor... und jetzt darf ich mich zu der Gruppe der Neuanfänger zählen, denn mir blieb das Rematch (leider) nicht erspart. Ich werde meinen letzten Monat hier so kurz und objektiv wie möglich zusammenfassen (Objektiv deswegen, weil ich nicht die Bild bin. Meinungen sollen selbst gebildet werden).
Am 3. Oktober kam meine Hostmum auf mich zu und meinte, ich sollte mir über das Wochenende überlegen, die Familie zu wechseln. Ihre Gründe: Sie würde keine Beziehung zwischen mir und den Kindern sehen.
Ich bat sie auch mit den Kindern zu reden und verbrachte das komplette Wochenende außer Haus.
Am 5. Oktober, einem Sonntagabend, gab es erneut ein Gespräch. Meine (inzwischen Ex-)Hostmum hatte mit den Kindern geredet, die ganz klar der Meinung waren, dass eine Beziehung zwischen ihnen und mir bestehen würde. Trotzdem war meine Ex-Hostmum weiterhin der Meinung, dass es besser wäre, wenn ich gehen würde. Diesmal der Grund: Die Mischung würde einfach nicht passen.
Im Prinzip war schon am Freitag beschlossen worden, dass ich die Familie verlassen werde, da am Montag der Opa anreiste (Flüge von Holland nach England muss man ja auch buchen, oder?). Man war der Meinung, ich würde mit meinen Aufgaben nicht fertig werden, deswegen der Opa. Er sollte mich unterstützen. Dass mir wirklich die komplette Basis an Vertrauen entzogen worden war, merkte ich dann am Montagabend, als ein Kontrollanruf des Vaters an den Opa kam, in dem er fragte, ob ich auch alle meine Aufgaben erledigt hätte.
Da reichte es mir. Am Mittwoch, den 7. Oktober verließ ich die Familie. Der Abschied von den Kindern fiel mir schwer. Er wurde auch nicht dadurch erleichtert, dass sich eines der Mädchen an mich hängte und meinte: "Pandas können sich bis zu drei Stunden umarmen, wenn sie sich lieb haben... Ich bin jetzt ein Panda.".
Ich zog bei Angelina ein. Zu Anfang noch voller Hoffnung, dass meine Agentur eine andere Familie für mich finden würde war es ziemlich cool sich ein Zimmer zu teilen. Aber naja, die Agentur ist eben ein ziemlicher Sch**ß und bekam es nicht auf die Reihe mich an gute Familien zu vermittlen. Somit begann ich auch selbst nach Familien zu suchen.
Nach zweieinhalb Wochen mit Angi unter einem Dach (bzw. in einem Zimmer) ging es nach Hampton zu Milena, ein anderes AuPair. Hier blieb ich eine Woche und hier hatte ich auch endlich Erfolg! Ich besuchte eine Familie in Richmond, die ich durch eigenes Suchen ausfindig gemacht hatte. Und yes, bei dieser Famlie werde ich ab Ende November als AuPair sein! Nach dreieinhalb Wochen war die Erleichterung unendlich groß, dass ich eine neue Familie gefunden hatte!
Jetzt bin ich gerade in Deutschland und fiebere meinem Flug am 22. Novemeber zurück nach London entegegen!

Abschließend:
Danke Milena und ihrer Famlie für mein einwöchiges Zuhause! Milena, es war echt lustig mit dir und vorallem deinem Insidergelaber über alle möglichen Twitteraktivitäten zu lauschen ;) Can´t wait to see you again!

Danke an Angelinas Hostfamilie für die zweinhalb Wochen Unterkunft (auch, wenn sie das niemals lesen werden)!

Das größte Dankeschön geht an Ang... Danke dafür, dass du mich über zwei Wochen in deinem Zimmer geduldet hast, mich in jeder Lebenslage ertragen hast, meine beste Freundin bist und auch sonst immer da warst! Ich hätte nirgendwo anders sein wollen. Hab dich lieb <3 xx

Und wer sich jetzt fragt, was das wohl für eine neue Familie ist, der muss wohl ebenfalls mitfiebern bis ich wieder in London bin. Ich melde mich nach meiner Ankunft dann wieder, Cheers!

Meow, Luise xx





Montag, 3. November 2014

Time flies (A.)

Uiuiui. Seit über zwei Monaten lebe ich jetzt schon hier auf der Insel und kann sogar schon richtig gut mit dem Kleingeld umgehen, weshalb ich auch stets schön damit Kaffee kaufe. Wenn sich dann doch mal zu viel im Geldbeutel ansammelt, wird eben ein Zugticket mit 5 und 10-20 Pence bezahlt. Der Automat beschwert sich ja nicht über Kleingeld. Apropos Geld. Wieso zum toten Geier muss hier eigentlich alle so schrecklich teuer sein? Eine 250ml Flasche Ketchup für 2,25! Hallo?! Meine Privateinkäufe habe ich daher in den Lidl verlegt, da man dort recht preisgünstig ungesunde Dinge kaufen kann. Die andere Option sind der 99p Shop oder Poundland. Alles für ein Pfund oder weniger*-* da fühlt man sich direkt wie im Himmel, die haben nämlich auch die beste Schokolade auf Erden (Cadbury Dairy Milk Oreo Chocolate). Yummie in my tummie kann ich da nur sagen. Wo wir dann gerade beim Essen sind, vom englischen Brot bin ich noch immer nicht begeistert. Aber letzte Woche hatte ich Besuch von Mami und Omi und ich hab gefühlte 100kg deutsches Essen bekommen (Brot, Chips, Lebkuchen, Schokomandeln,...). Es war echt eine Wohltat einfach mal wieder Sachen zu essen, die man gewohnt ist. Und das kann man sogar OHNE Ofen zubereiten. Ja halleluja, das glaubt einem ja kein Engländer. Unser Ofen ging nämlich letzte Woche kaputt und meine Hostmum war ganz entsetzt und hat mich gefragt, wie wir denn gekocht hätten, so ganz ohne Ofen. Tja, surprise sag ich da. Bin mal gespannt was ich diese Woche auftischen darf. Bestimmt gibt's jetzt Nudeln bis wir 'nen neuen Ofen haben. Wohooo.


 Ich wurde soeben während des Schreibens von meinem einen Gastkind in meinem Zimmer besucht. Ihre Reise führte sie zu meinem Schrank, den sie erstmal öffnete:"These are the clothes you wear eeeevery morning. Wow. Oh and what's in here? *öffnet alle Schubladen* Aha. Oh! Scarves. I like it when we play with my dog. *leaves*."



Meow, Angelina xx